Gedichte

Meist schreibe ich Gedichte oder Gedanken zu meinen Zeichnungen, oder direkt in meine Malerei hinein. Es sind Stimmungen, Träume oder melancholische Momente. Worte fallen wie sie wollen, manchmal entstehen Pausen. Tagelang, Jahrelang. Seit meiner Jugend schreibe ich meine Worte in kleinen Büchern nieder. Es sind Gedanken und Worte aus meinem Leben, vielleicht Erinnerungen. Zumindest ich sehe sie...

 

Hexen

 

mächtig und schön
besitzen Zauberkraft
lieben die Nacht
heilen mit Macht
ihr Geist das Kräuterreich
leben ewig - mal alt - mal jung
tanzen mit der Mondin
schenken dir schöne Träume
unterm schattigen Weidenbaum
opfern ihr Blut
im Zyklus Jahreskreis
versickert ins Herzen der Erde
und wenn du -mein Freund-
weibliche Weisheit erfahren möchtest
geh hin zur Zauberin!
Spenderin der Energie
Tod und Wiederkehr
Spiegel des Seins

 

Hexen

 

 

Sterblich Seel

 

So lebt euer Leben sterblich Seel
ich zog lächelnd in Stille dahin
müde der Schmerzen
hatte zu Ende geträumt den schönen Traum
von der Welt Liebesglück
ach was wohl von mir übrig bleibt?
mein Geist?
lebendig Spukgestalt
Gedanken von eh und je
doch du meine sterblich Seel
schreitest nicht über meine Grabessäul
und gedenkst des Todes
sondern lebst! So lebt eben!

 

Sterblich Seel

 


Wenn der Rose Blüten welken


reicht mir mein Freund Tod die Hand
wahrlich geschunden von den Dornen
spürt mein Herz nun nicht mehr den Schmerz
wohlig weich mein rosig Blütenbett
Oh Liebste - lang ward es her
Dich zu umschlingen efeuzart!
Oh liebste rote Rosenknospe
warum liessest du mich nicht mitwelken?
als du wurdest selig leuchtender Stern
Deine Gedanken lebten weiter in mir
bohrten furchtbar Dornenwunden
mir blieb blutig Trauer Pein
Oh Tod - ward es nicht endlich Zeit?
funkelnd stand ich meiner Liebsten
Nahe
Sterbend


Wenn der Rose Blüten Welken

 

 

Träume vom Stern


Wenn unser Erdenleben ohne Sinn
und die Liebe endlos schmerzt
zeigt mir die rote Mondin
meinen Weg durch die Finsternis
dort wo tief im Herzen
leuchtend ein anderer Stern erscheint
ein Strahlen, ein Funkeln, ein Glimmen
fühl ich mich in Geborgenheit gebettet
und nicht trostlos angekettet
ich und du fliessen
verwoben umhüllt in ein neues Morgen
wo niemals wiedermehr
Hoffnung erlischt unserer

 

Träume vom Stern


Der Tod und das Mädchen


einst träumte ich
den schönsten Traum meiner Weiblichkeit
fühlte mich schon nahe dem Abgrunde
doch hielt er mich festgedrückt an sein Leibe
so spürte ich seinen Hauch an meinen Lippen
ein Spinnennetzgeflecht
gar glückseelig der Welt zu entfliehn
unsagbar Stille -
da hörte ich ihn engelhaftig flüstern?
wie wohl mir das Dunkeln der Zeit doch ward
Illusionen im Jetzt und Da
tanzten eng miteinander,
ich im Leichenkleid und er unsichtbar
Wieso nicht?
es ist doch nur mein einzig Freund

 

Der Tod und ich das Mädchen

Alfkona


ist dies euer verwunschen Elfenreich?
neben dem Teich?
neben Busch und Baum?
seh ich euch stehn?
seh ich euch leuchten?
neben der Mondin?
neben den Sternen?
in tiefer Dunkelheit?
seh ich euch tanzen?
mit dem Wind?
seh ich euch wandeln?
seh ich euch funkeln?
euren Körper?
eure Flügelpracht?
da hör ich eure Stimme!
flüstert mir ins Ohr
werde und werde
schläfriger und schläfriger
sinke und sinke
in die Wellen der Zeit
tauche ein in euer Elfenreich

 

Alfkona


 

Als ob er wär im Sonnenschein


ein Mann alt, müd und weise
lief im Regen ganz leise
in Stille lag sie dort, die Villa vor Ort
sank er nieder im verstaubten Lehnstuhlthron
gar schnell verschwand die wärmend Sonn'
spührte er eine Hand in der seinen
oh gar tief blickte er hinein ins Silberspiegelein
sah wandelnd eine bezaubend Nachtgestalt
ja jung tänzelnd im silbern Mondenschein
sie lächelte zuckersüss
da wusste er - sein Herz war rein
Ach wie fein schlief er nun ein
mit goldenem lächeln

 

als ob er wär im Sonnenschein

 

Allein im Raum


verlassen von allen Menschen
verlischt die letzte Kerze
langsam - die letzten Bewegungen
Ruhe ist eingekehrt
und ein langer Traum beginnt:
Hoch über dem Fels fliegt ein schwarzer Rabe
im Schnabel mit Müh hält er sein Kind
schwebt langsam hinab ins Tal
im Spiegel lebt die Rabenmutter nun
im Nest liegt ihr Kind
Ein Rabe wird gemordet und fällt
im Spiegel lebt der Rabenvater nun
Kälte ist eingekehrt
langsam - die letzten Bewegungen
und der Traum wird wahr
verlassen von allen Menschen
es wird kälter
und das Kind ist allein

 

Allein im Raum


 

 

Cernunnos Tod


Mein Schwert der Gerechtigkeit
sollte schützen
Wald und Tier
doch ihr - Menschen
konntet nicht erlangen meine Weisheit
nahmt mein Schild
euer eigen Schutz!
ahnte Schreckliches
für unser Eins
Mutterschoß
doch verrat ich euch
- von ganzem Herzen -
was mir widerfährt
sei euer eigen Spiegel

So spielt! Euer Spiel
ich zieh nun von dannen
in eine andre Welt

Auch du!
hast nicht verhindert

 

Cernunnos Tod

 

 

Ein Grab


-wundervoll, schön
-einsam und still
-mein Weg in die Nacht
-geheimnissvoll und verwaschen
-ruhen im Morgentau
-einsam und friedlich
-Ewiger Friede
-das ist mein Grab

 

Ein Grab

 

 

 

 

Todesspiel

Jeden Tag spielt der Tod
nur mit wem er spielt verrät er nicht
aber ob uns das Spiel gefällt
erfahren wir noch früh genug!

 


 

 

Cabaret LaLa


Komm mit, ich zeig dir was!
entfalte deine Flügel und komm mit mir
mit mir ins Cabaret LaLa
dort sitze ich hin und wieder hinterm Tresen
oder spiele Tango auf dem Klavier
rauche meine Nelkenzigarette
und küsse fremde zart verspielte Mädchen

Zeig mir nur nicht deinen weißen Hals
deine weiche Haut und durchwebtes Adergeflecht
duhu weißt doch
ich bin eine französische Vampirin ohne Gewissen
und singe hier hin und wieder alte verruchte Lieder

la la la
Im Cabaret LaLa
la la la

Noch ein Gläschen grünschimmernden Absinth?
und du erinnerst dich an den Moment
wie ich meinen Busen an deinen drückte
du weißt - die Nacht ist mein
meine Zeit und Liebe für dich begrenzt
zog ich dich mit durch den schummrigen Saal aufs WC
spürte deine schwarzen Locken an meiner Schulter kitzeln
biss ich dich
überall und sonstwohin
duhu weißt doch
ich bin eine französische Vampirin
und singe hier hin und wieder alte verruchte Lieder

la la la
Im Cabaret LaLa
la la la

Du weißt es ist nicht Berlin, Moskau oder New York
mein Ort den kenn nur ich
und rufe dich wann ich will
pass also auf wenn ich nachts
nachts an dein kleines Fenster klopfe
und sag:
Komm mit, ich zeig dir was!

duhu weißt doch
ich bin eine französische Vampirin ohne Gewissen
und singe hier hin und wieder alter verruchte Lieder

la la la
Im Cabaret LaLa
la la la

-Noch ein Glässchen Absinth, die Dame?!

 

 

Laterne von Leipzig

In Leipzig gibt es eine kleine Laterne,
einen kleinen Obstladen,
und Sie
frech, schön und äußerst attraktiv
wahrhaftig, mein Seelengenuß
wie machte mich ihr entzückend roter Kirschmund nervös
könnte ich sie doch nur spüren, berühren, verführen
welch wehklag in meinem Herzen
Bimmeling,ring,ring!
die 11er hielt
sie stieg ein und ich schwieg
überrascht, nicht gefasst, ganz wortlos
sie saß nebst mir im Hosenanzug
brünett, kokett und feministisch
ich wühlte in meiner Handtasche
bis sich unsere Blicke berührten
ich rot und sie schneeweiß
dann taten es unsere Lippen den gemeinsamen Blicken gleich
geschickt öffnete sie meine Bluse
rundherum die Welt- ja die vergaß ich sogleich
23 Minuten Nachtmaar - wie Stunden stehn
schenkte sie mir Liebe und Aufmerksamkeit
schob meinen Rock in die Höh - entblößte mein halbes Bein
strich dabei mit ihrem Finger sanft über meine Unterlippe
oh verdammt war mir heiss in dunkler Nacht
Sterne kreisten um Leipzig
herum um mich, überall...
und ich lehnte an ihrer Schulter
kannte nun ihre zielstrebige Durchtriebenheit
hatte sie mir doch zwischen die Beine gegriffen
errötend fiebrig dachte ich:
Wo hat sie nur so gut Küssen gelernt?

Ein klingeln und rattern
Markkleeberg
Aus der Traum!
Was mir blieb war ich und die kleine Laterne von Leipzig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Feuerflammen ersticken schnell
im Welten Donnerhall
doch Liebesglut bleibt ewiglich
Herzenstief!

 


 

 

 

*Dein Stern?


Mir schaudert es vor meinem Schicksal
wenn ich nicht löse das Weltengeheimnis


Ja wie

siehst du meine Zauberwelt?
-mein klein Elfenreich-

Der Zeitensprung stellt mir nun die Frage:
Ja wo lebtest du nur solang mein Herz?


Wandelnd willst meine Gedanken erklimmen
tastend, fühlend & suchend
bis tief in die Unendlichkeit
meines Seelenhains

Sieh!
die Tragik!
des Vergangenen
Mein Kummer, mein Schmerz
meine Sorg, mein Sterben
all dies und jenes ist!
Dein!
Dein leuchten kleiner Feuerflammen
mein Kind der Liebe

Zart wie in alten Tagen
als unser ewiglich Band der Seele riss,
und die Wunder keine Wunder mehr waren

-entzaubert-

entzweit
verloschen
vernichtet...

doch was blieb
es war nicht die Bitterkeit!
Niemals!

Ein Rätsel fürwahr!

Gelöst hat es sich in unserer Gedankenwelt
gar fließend, schaudernd und wissend
 
Wir! - wie zwei Steine im Wasser,
sitzend, schweigend!

Und doch lebendig, ja lebend -lebend!
wie der Ruf nach unseren Herzen!
Das Pochen in der Stille.

Träumend & lächelnd
bringst du sie mir wieder - die Erdensonne!
Hinein in meine finstre dunkle Herzenswelt
meinem kleinen Glasglockenpalast

Aber?

Wielang?

bis der Tod uns beide lockt?

mit Wehmut oder Freude?
zurück in unsere
Märchenwelt

hinfort---hinaufauf--->

Zu unserem *


Deinem Stern*

 

 

 

Elfenflug zu den Sternen

Im Traume schweben wir
in den endlosen Lüften der Leichtigkeit
Oh meine leuchtend süsse Nachtigall
ein funkeln deiner klaren Sternenkristallaugen
lässt mich sinken in die Anderswelt

Erzählst du mir wohin die Reise geht?

Zurück lassen wir menschlich Erdenunheil
lernens ja nimmermehr
haben keinen Platz in unser zauberhaft Phantasienreich
ohne Grenzen und Heuchelei
war uns dies schon immer einerlei
trommelnd, schlagend im Herzensrythmus
treiben wir unserer Insel entgegen
Funkellichter, Kristalle und betörend Opiumduft
der Traum der Wahrheit

 

unser Elfenflug zu den Sternen

 

 

 

 

 

 

Die Strapstänzerin mit der Blüte im Haar


Eines Abends als ich drehte, drehte und drehte
und meinen Schlüssel meiner Musikbox losließ
wurde dieses Spiel zur Wirklichkeit...

tänzelnd standest du vor mir
mein Traum in lila Straps und einer dunkelroten Blüte im Haar
verführerisch, exotisch und sehr erotisch
und als du mich schüchtern lächeln sahst
schenktest du mir eine klitzekleine Vogelfeder
wir saßen Samstagnacht in deinem Club "Spieluhr"
Warum hast du mich bezirzt?
Was war mit meinen Gedanken geschehn?
Arm in Arm, lauschend deiner süssen Melodie

Sie malte mir einen Mond,
trank mit mir eine Tasse Cappuccino,
steckte mir ihre bunte Blüte in mein Haar
und küsste mich auf den Mund

...und als der Mechanismus endete
sah ich nur traurig die kleine leblose

 

Strapstänzerin ohne Blüte im Haar

 

 

 

 

 

Ein Zeichen

von deiner Seele
deinem Geist
darum wär ich glücklich
von deiner Botschaft
ein kleines Geschenk
deine liebe
deine Gefühle
dein Vertrauen
deine worte
bitte meine edle Geliebte gibt mir
noch heute ein letztes Mal

Ein Zeichen


 

 

 Augengrün

nur du siehst die wahre Natur
lausche wie Bäume Geschichten erzählen
Wasser, Quelle des Lebens
Wanderin der Zeit
Grüner Berg
Spirale des Lichts
verschließe nicht deine Sicht
grüne Schatten
denke an Morgen!

nur du siehst die wahre Natur
mein Auge, Augengrün.

 

 

 Stimme des Windes

Sonne fällt ins Wasser
leeres Land
weite Welt
erzähl mir die Geschichte
Bäume flüstern mit dir
nur mit dir vom Geheimnis
ewig ist dein Weg
Körner erzählen
tausende seltsamer Phantasien
eine Welle steigt empor
das Blatt fällt
und nocheinmal hört der Mensch
deine Stimme

Stimme des Windes

 


 

 

 Mein Tod

Wunderschön - ewig und dunkel
Erlöst von den Schmerzen
Trauer, langersehnt und willkommen
Freiheit, Glück
mein langersehntes Paradies
Feuer, Blut und Hass
verwischt in meinen Träumen
war alles eine Legende?
ein Spiel mit der Zeit?
ein einziger Akt?
gestorben für immer!
für immer auf Erden
so lebe im Ziel der Liebe!
denn ich bin nun tot
tot für immer
Meine Seele

Mein Tod

 

 

 Novemberregen

Sie sagte es ist alles so blau
doch ich fand alles im grau

Sie liebte Vanilleeis und Schokocroissants
doch ich vergaß zu essen

Sie schlenderte lächelnd mit ihrem Samtkleid durch Schlamm und Pfützen
doch ich versteckte mich lieber hinterm schwarzen Brokatvorhang

Sie verzierte ihr Gesicht mit Kajal und Glitzersteinchen
doch ich traute mich nicht

Sie hatte vorzügliche erotische Abenteuer
doch ich wollte diese Frauen nicht

Sie lebte ihre Wünsche und Träume
doch ich fand nie das richtige Zauberrezept

Sie hatte gelebt
doch ich wollte nicht

und heute sind wir beide tot.

 


 

 

 Fee der Nacht

Sterne funkeln am Himmel
ich irre durch die Wälder
schwarzgehüllt der See
führt sie mich
im silbern Mondenlicht
naß die Wege
kalt die blanken Füße
weiß das Gesicht
schwarz ihr Haar
Lebenssaft
Nebelhauch
ich irre durch die Wälder
bis ich sie finde
meine Fee

Fee der Nacht

 

 

Göttin

Königin
Mondfürstin
Spirale der Ewigkeit
Spenderin der Nacht
anziehend und mächtig
schön und geheimnissvoll
Schöpferin
Erhalterin
Zerstörerin
verschlingend und wiederbringend
alt und weise
Spenderin des Lichts
Spirale der Unendlichkeit
Mondfürstin
Königin

Göttin

 


 

 

 Schattenspiele 1789

qietschen und pfeifen
eine schnelle Bewegung
ein rollender Kopf
blutig das Fallbeil
Zug um Zug in die Höh
zitternd in die Knie
wirre Geräusche
nur noch Sekunden
die letzen Gedanken
und nie wieder Luft
qietschen und pfeifen
eine schnelle Bewegung
ein rollender Kopf
blutig das Fallbeil

Schattenspiele 1789

 

 

Ein Zeichen

von deiner Seele
deinem Geist
darum wär ich glücklich
von deiner Botschaft
ein kleines Geschenk
deine liebe
deine Gefühle
dein Vertrauen
deine Worte
bitte meine edle Geliebte gibt mir
noch heute ein letztes Mal

Ein Zeichen

 


 

 

 Wenn der Waldeswind rauscht

wird meine Geisterseele wieder wach
barfuß wandle ich durch den bitterkalten Schnee
sanft schmilzt dieser zu einem Tränensee
doch - dunkelt nicht immer meine Welt
Wenn der Mondin Silberstrahl meine Wege erhellt
Oh Schwester -
wie lange bist du mir schon treu?
meine Liebste!
erotisch, zart anziehend
meine strahlende schöne Weiblichkeit
dir zu Ehren singen allabendlich Vöglein Liebeslieder
und im Haine tänzelnde Feen deren Gesänge belauschen
Hand in Hand im schwarzweißen Silberbirkenkleid
nur für dich oh du holde schöne einzig Wahre
mein Herz hast du geraubt!
Sinne und Geist mir verwirrt
doch wenn du gehst
selbst die Sonne blutend um dich weint
und meine Geisterseele in Kummer und Schmerz
gefangen, begraben, suchend nach dir
erneut hoffend

Wenn der Waldeswind rauscht

 

 

Liebesritual

Himmelhoch die Mondin
Lichtgeberin inmitten der Dunkelheit
Stimmen mit Macht
rufen mich Cernunnos aus dem finstren Walde

stolze Mondentochter im Feuerkreis
wie kann ich euer sein?
Ich rufe euch an edle Mondengöttin
nimmt meine Geschenke der Liebe
in dieser Nacht

Schwert im Kelch
Tochter der Mondin
erlaubt mir zu zerschneiden euren Kestos?
zum Tor der Träume

Heil dir Mondenmutter
Dank sei dir
Tochter der Mondin
für deinen Segen
dein kostbares Geschenk
deinen Leib

doch ich selbst tauche ein
in die weite Dunkelheit des Waldes
habt Dank für euren Ruf
für euer

 

Liebesritual

 


 

 

Oh gib acht!

in gar dunkler Stund
lauerte einst der Tod vor meiner Tür
wußte er denn wer ich wirklich war?
Frau oder Mann, Mann oder Frau?
er nahm meine Hand
ach wie furchtbar kalt sie doch war

Nein!
deinen Todeskuß will ich nicht!

Noch nicht!

kreisend in des Sternenmeeres Geisterschein
tanzte ich mit dir mein Lieb
sanftzarte Geliebte meiner Spiegelwelt
zaubernd, liebkosend und verführerisch

Ach du mein Himmelsengel
gab ich dir nun ganz meine warme Hand!

Oh gib acht!
Oh gib acht!

hörst du nicht flüstern eine gar dunkle Stimme?

Er nahm mich einfach mit in seine Todeshallen
kein Tanz!
kein Licht!
nichts ward mehr für mich

was kümmert mich letztendlich eure Welt?
ich bin doch nur noch kalt und klamm
friedlich und still dargebettet
dort mein Gebein, liegt es dar
in dieser dunklen kleinen Schmerzensgrotte begraben
dahingeflossen und eingeäschert
meine einstige Wärm!

und alle Gedanken an dich!
ja an dich!

Mein Zauberengel!

 

 

Im Reigen der Sterne

Wenn du blickst ins lodernd Sternenmeer
was fühlst du?
wie sie schwinden
die tristen Gedanken deiner Erdenwelt
Oh - lass uns entfliehn
um zu finden den Sternengral!

Hörst du die Stimmen meiner Seele
ein schluchzen
ein heulen
der ferne Ruf der Wölfe
schwindend, windend in Ekstase
all meine deine Sinne

Und wir tanzen!
tanzen im Tempel der Ewigkeit
Oh mein Schwarzer Engel!
Nimmst zart und zögerlich meine kalte Hand
geführt, berührt an dein lieblich sterbend warmes Herz

Glühend!Glühend!
So nun unser Geisterschein erhellt,
leuchtend feurig
 -die Welt-

Was bleibt?

Ein Glitzern?
Funkenflug im Morgenrot
gar gleich einer Illusion!
zerflossen in deinem Meer von Sorglosigkeit
Dein Blut!
Dein Pochen!
Dein Gral!
Ein Feuerball!
mir gewiss nimmt all mein Zweifel
ungelebter schmerzhafter Träume

Ich! bin zurückgekehrt!

Auf Erden blicke Ich! in dein helles Antlitz
-eine Maske-
-ein Schein-
undurchdringlich,
uralt,
wie wahr...

Du!

Mein über alles geliebter Stern der Ewigkeit!

 


Copyright © 2019 Eve Akasha